19. März 2018

Was Sie über "Microinteractions" wissen sollten!

"Microinteractions" das Buzzwort in der Designerwelt! Doch was verstehen wir darunter und welche Bedeutung hat es für einen Designer? Dies und viel mehr im Kurzinterview mit dem UFirst Group Interaction Designer und Konzepter Pedro Pernas.

1. Pedro, wie definierst du Microinteractions?

Microinteractions stellen für mich die einzelnen kleinen Momente dar, welche die Gestaltung eines Prozessablaufes zwischen Mensch und Maschine (Use Case) unterstützen. Der User gibt mit kleinstem Aufwand einen Befehl (z. B. ein Mausklick bzw. Touch) und die das Device zeigt darauf eine Reaktion.

2. Wieso haben die Microinteractions im Webdesign eine grosse Bedeutung?

Nicht nur im Webdesign! Microinteractions sind bereits ein Teil unseres Alltags geworden, sodass sie bereits als "gewöhnlich" wahrgenommen werden. Wie zum Beispiel der Play-Button, der sich zum Pausen-Button umwandelt, wenn die Musik abgespielt wird. Diese kleinen Veränderungen informieren den User, ob gerade Musik abgespielt wird oder nicht. Durch solche Informationsübermittlungen haben die Microinteractions einen funktionalen Nutzen, der gleichzeitig einen emotionalen Nutzen haben kann.

3. Also sind Microinteractions im E-Commerce auch Call To Action Elemente?

Im Gegenzug zu Call to Action Elementen stellen Micro Interactions schwerwiegend eine Hilfe dar. Sie informieren den User was jetzt gerade passiert und/oder in welche Richtung es geht. Stellen Sie sich vor, die Webseite lädt. Wie würden Sie es erkennen, wenn das "Ladezeichen" nicht erscheinen würde? Somit sind Microinteractions eher die zur CTA führenden Elemente.

Weitere Absichten ergeben sich dadurch, dass Microinteractions dynamisch sind. Sie optimieren die User Experience sowie die Ästhetik einer Webseite. Hierzu ein zwei Beispiele der Startseite unseres Kunden Blacksocks. Erst wenn der User mit dem Cursor über die Menüleiste (oben) oder über die Icons (links) fährt, erscheinen sie vollumfänglich. Dadurch kann Platz eingespart und eine gute Übersicht gewährleistet werden. Der Scroll Motivator Pfeil (unten in der Mitte) hingegen übernimmt hier die Rolle als Guide, weil er zur Orientierung dient und den User zur nächsten Seite führt.

4. Welchen Platz haben sich Microinteractions in deinem Arbeitsalltag ergattert?

Microinteractions haben in meinem Arbeitsalltag deutlich einen Schwerpunkt. Ich sowie jeder Designer muss Microinteractions während dem Designprozess, in jedem einzelnen Schritt berücksichtigen. Microinteractions haben sich als ein Teil des Look & Feels sowie aber auch als Hilfestellung für den UX Flow etabliert. Wenn ein Webportal aufgebaut wird, steht der User im Fokus. Vor allem in Online Shops. Der User hat das Ziel etwas zu kaufen. Somit führen Sie im Endeffekt den User zu einem Kauf. Wir tun alles für unsere User - User First